30.04.2017 - Neues unter -geplante Welpen-!

 Gedanken für Welpenkäufer.

Viele Welpenkäufer, die sich schon Wochen vorher einen Welpen beim Züchter ausgesucht haben, freuen sich auf den Tag, an dem sie ihren Liebling nach Hause holen dürfen. Wohnen die neuen Besitzer weit weg, macht der Züchter Bilder von den kleinen Welpen, schickt sie den neuen Besitzern zu und unterrichtet sie über die Entwicklung der Welpen.

Der Züchter zieht die Welpen mit viel Liebe und Fürsorge auf und sozialisiert die kleinen, so das sie frei, offen und ohne Angst auf jeden zugehen und sich freuen wenn eine liebevolle Hand sie streichelt.

Dann kommt der Tag, an dem die Kleinen zum Tierarzt müssen, um untersucht und geimpft zu werden. Der Tierarzt stellt fest, das die Kleinen gesund, gut genährt und frei von Parasiten sind, also dürfen sie auch geimpft werden. Danach kommen die Kleinen erstmal wieder zum Züchter nach Hause, wo sie noch 2-3 Tage unter Beobachtung bleiben, um zu sehen, ob sie die Impfung auch gut vertragen.

Dann kommt der Tag, an dem die neuen Besitzer kommen, um ihren kleinen Liebling abzuholen. Es kommt Stress auf, für alle Tiere, die mit im Hause des Züchters leben, da diese ja nicht weggesperrt werden, denn die neuen Besitzer sollen ja schließlich sehen, in welchem Umfeld die Kleinen aufgewachsen sind.  Die neuen Besitzer nehmen ihren kleinen Liebling auf den Arm, schmusen mit ihm, und freuen sich, das sie ihn endlich mit nach Hause nehmen dürfen.

Der Züchter sagt den neuen Besitzern noch, was sie beachten müssen und wie der Welpe sich wahrscheinlich verhalten wird.

Viele der neuen Besitzer sagen dann:

"Ist in Ordnung"

Von wegen:

Viele denken sich dann nur: Wir haben schon einen Hund und wir wissen schon selbst, wie wir mit dem Welpen um zu gehen haben.

Das ist ein Fehler!!!!!

Jeder Welpe hat seine eigene Persönlichkeit, keiner ist wie der Andere, kein Hund hat den selben Charakter!!!!!

Viele Welpen, die in eine neue Umgebung kommen: haben schon Angst, wenn sie ins Auto des neuen Besitzers kommen. haben Angst, wenn sie in ihr neues Zuhause kommen.

Alles Fremd, keine Mama mehr, keine Geschwister mehr, alles nur neue  Gesichter!!!!!

Diese kleinen Welpen stehen dann erst recht unter Stress!!!!!

Was sie jetzt bräuchten, ist Liebe, Zuneigung, Ruhe und Zeit, um sich an die neue Umgebung zu gewöhnen!!!!!

Doch hier machen viele der neuen Besitzer schon den ersten großen Fehler!!!!! Sie rufen Freunde, Bekannte und Verwandte an, um ihren neuen Liebling zu Präsentieren.

Das bedeutet für den armen Kleinen noch zusätzlichen Stress!!!!!

Andere machen den Fehler, das sie den Kleinen zu Hause einfach absetzen, kurz zeigen wo Futter und Wasser steht und ihn sich dann selbstüberlassen,weil sie ja noch soooooo wichtige Dinge zu erledigen haben!!!!!

In beiden Fällen hat der Welpe keine Zeit sich wohl zu fühlen oder sich eine Bezugsperson aus zu suchen!!!!!

In solchen Fällen wird kein Welpe von sich aus hin gehen und anfangen vernünftig zu fressen und zu trinken!!!!!

Die Folgen:

Der Welpe frisst und trinkt nicht, bekommt Durchfall, erbricht und ist schlapp!!!!! Nach drei bis vier Tagen wird dann der Züchter angerufen und beschuldigt, das er ein krankes Tier verkauft hätte!!!!! Der Züchter ist zurecht schockiert, da er sich bis zum Tage der Abgabe sehr um die Gesundheit, Vitalität und das Wohlbefinden des kleinen Welpen gekümmert hat!!!!!

ERSCHRECKEND!!!!!

Man versucht die eigenen Fehler dem Züchter in die Schuhe zu schieben, rennt zum Tierarzt, läst sich unter falschen Angaben eine Bescheinigung ausstellen!!!!!

Aber auch der Züchter sichert sich ab, indem er wie ja oben schon beschrieben mit dem Kleinen zum Tierarzt geht und ihn vor der Abgabe noch einmal untersuchen lässt!!!!!Was dabei immer auf der Strecke bleibt, ist das was uns doch eigentlich am meisten am Herzen liegen sollte:

Das Wohlergehen unseres kleinen Lieblings!!!!!

Bitte denken sie an all das, was hier geschrieben wurde und machen sie nicht die gleichen Fehler!!!!!

Geben sie ihrem kleinen Liebling ein liebevolles und geborgenes neues Zuhause und lassen sie ihm Zeit sich ein zu gewöhnen und erstmal zu ihnen eine feste Beziehung auf zu bauen!!!!!

Danach werden sie noch viele Jahre Freude an ihrem Liebling haben, in denen sie ihn immer wieder, ohne großen Stress für den Kleinen, Präsentieren können!!!!!

Hier möchte ich erst einmal Stellung nehmen zu dem Satz, den Welpen-Interessenten sehr häufig hören:

"KAUFEN SIE NUR VON VDH ZÜCHTERN!!!"

Also:

Auch in diesem Verband züchten Menschen. Menschen haben unterschiedliche Beweggründe Hunde zu züchten. Bei den einen ist es die Liebe zur Rasse, bei den anderen ist es das liebe Geld! So genannte "Schwarze Schafe" haben also nichts mit dem Verband/Verein zu tun! Ein vernünftiger Züchter hat in der Regel nur eine, maximal zwei Rassen mit denen er züchtet. Sie als Käufer sollten sich erst einmal über die Rasse an sich informieren. Sie sollten sich auch im Klaren darüber sein, dass ein liebevoll in der Wohnung aufgezogener Welpe nicht für 300,- Euro zu bekommen ist. Das heißt jetzt nicht, dass nach Oben keine Grenzen gesetzt sind, denn überzogene Preise treiben die Welpeninteressenten geradezu in die Arme dubioser Händler und Massenvermehrer. Eine gute und geplante Aufzucht hat ihren Preis. Schauen Sie sich bitte mehrere Züchter in Ihrer Nähe an. Sollten Sie einen gefunden haben, der Ihren Erwartungen entspricht, müssen Sie damit rechnen, dass keine Welpen zum Verkauf stehen. Aber das sollte Sie nicht daran hindern etwas zu warten, denn bei einem guten Züchter sind nicht immer Welpen vorhanden. Denn, Zuchthündinnen sind keine Gebärmaschinen die immer können!

Bitte achten Sie auf folgende Punkte, wenn Sie einen Züchter besuchen:

  1. Alle Welpen haben eine Mutter. Lassen Sie sich immer die Mutter zeigen! (Es gibt Händler die aufgekaufte Welpen als ihre anbieten). Achten Sie also auch auf eventuelle Größen und Gewichtsunterschiede unter den Wurfgeschwistern! Und versuchen Sie beim streicheln des Muttertieres an deren Gesäuge zu gelangen. Sollte dieses straff und nicht geschwollen sein - Finger weg von den Welpen! - Denn dann ist das vorgestellte Muttertier garantiert nicht die Mutter!!!
  2. Muttertier und Welpen sollten einen gepflegten und aufgeweckten Eindruck auf Sie machen!

  3. Lassen Sie sich bitte alle Räume zeigen in denen die Yorkies aufgezogen werden und in denen sie sich frei Bewegen dürfen! Es gibt Stall o. Käfigzuchten (bei geldorientierten Yorkie-Züchtern). Diese Hunde sind mit Sicherheit nicht so Menschenbezogen wie die Wohnungsaufzuchten. (Kein Züchter verbringt 8 - 12 Wochen im Stall oder in der Nähe eines Käfigs)!

  4. Welpen müssen bis zum Wechsel in die neue Familie eine SHPL oder SHPPL Impfung haben. Glauben Sie nicht den Worten: "diese bekommen die Welpen erst später, dafür wären sie noch zu jung"

  5. Kaufen Sie niemals einen Welpen vor seiner Vollendung der 8. Lebenswoche. Besser für Mutter, wie auch für die Welpen, ist ein Wechsel in die neue Familie zwischen der 10. und 12. Lebenswoche!!!

  6. Fragen Sie auch nach durchgeführten Wurmkuren, in welchen Zeitabständen und mit welchen Mitteln diese durchgeführt wurden!

  7. Informieren Sie sich, welches Futter die Welpen bekommen, und in welchen Zeitabständen gefüttert wird. Bedenken Sie, daß eine Futterumstellung nur langsam durchgeführt werden sollte, da sich ansonsten Magenprobleme mit starken Durchfällen einstellen könnten (was zur Folge hat, dass der Welpe sehr schnell austrocknet und dann verstirbt)!

  8. Sollten Sie den Eindruck bekommen, dass der Züchter nicht all Ihre Fragen offen beantworten kann, oder versucht etwas zu verheimlichen, Finger weg!!!

>> Kaufen Sie niemals einen Hund aus Mitleid <<

Ein wichtiges Thema für alle, die unbedingt einen"sogenannten Mini-Yorkshire" haben möchten!!!

Der Yorkshire Terrier ist kein Spielzeug!

Weder für Kinder noch für Erwachsene! Das gilt auch für "Zwerghunde", und wenn sie noch so "spielzeugniedlich" aussehen.

Eine zweite Gefahr besteht gerade bei den "Zwerghunden" darin, dass manche Leute den Hund nicht winzig genug bekommen können, ohne sich zu überlegen, dass dabei irgendwo die Lebensfähigkeit auf der Strecke bleibt.

Züchter halten sich an den Rassestandart, während der Handelszüchter seine "Bemühungen" darauf richtet, den Publikumsgeschmack zu befriedigen und immer winzigere Winzlinge produzieren.

Wer in dieser Form Zwerghunde vermehrt, begeht Tierquälerei und ruiniert die Rasse.

Züchten heißt das Gute bewahren, wenn möglich zu verbessern, sicher aber nicht so lange zu experimentieren, bis die Grenze der Lebensfähigkeit erreicht oder sogar unterschritten wird.

Wer mit immer kleineren "Zwergen" prahlt, weil er damit Käufer anzulocken hofft, ist ein Rassenvernichter, aber kein Züchter!